Добавить новость
103news.com
World News in German
Сентябрь
2023

Fußball als Herrschaftsinstrument: Was treibt Ronaldo in Saudi-Arabien?

0
Was ist von Sportlern zu halten, die für hohe Summen nach Saudi-Arabien wechseln? Bei "Lanz" gab es viel Kritik an der Sport-Offensive der Scheichs.Geht es im Fußball nur noch um Geld? Das versuchte Markus Lanz in der Nacht zum Donnerstag mit seinen beiden Gästen zu ergründen: Sportjournalist Philipp Köster und Islamwissenschaftler Sebastian Sons. Dabei stand vor allem ein Land im Fokus: Saudi-Arabien.Die GästePhilipp Köster, SportjournalistSebastian Sons, IslamwissenschaftlerSaudi-Arabien hatte zuletzt immer mehr europäische Fußballstars mit Multimillionen-Summen gelockt. Außerdem versucht das ultrareligiöse Wahhabiten-Reich seit geraumer Zeit mit schillernden Sportevents, etwa durch die Austragung von Box-Weltmeisterschaften oder Golf-Turnieren, sein Image aufzupolieren. In der vergangenen Transferperiode waren zahlreiche Fußballer in den von Kronprinz Mohammed bin Salman autoritär regierten Staat gewechselt. "Was da gerade läuft, ist große Fußball-Kirmes", analysierte Köster kritisch. Saudi-Arabien habe zwar durchaus eine gewisse Fußballtradition, mit dem Niveau der europäischen sei die aber nicht zu vergleichen, so der Sportjournalist.Köster nennt "tragisches Beispiel"Es widere ihn an, wenn Spieler, die bereits "unendlich viel Geld" verdient hätten, für hohe Millionensummen als nach Saudi-Arabien gingen, wo sie dann "Zugpferde für die Liga" seien. "Wahrscheinlich würde jeder erstmal zögern", angesichts eines finanziell lukrativen Angebots, räumte er ein. Nichtsdestotrotz sei es bedauerlich, wenn Sportler allein dem Ruf des Geldes folgten und dann plötzlich politisch still würden.Als ein "tragisches Beispiel" für den sportlichen Opportunismus im Fußball nannte Köster den englischen Fußballer Jordan Henderson, der seit kurzem für den saudi-arabischen Verein Al-Ettifaq spielt. Früher habe sich Henderson für LGBTQ+-Rechte stark gemacht. Seit seinem Wechsel zu Al-Ettifaq habe er toleriert, dass ein Foto von ihm in schwarz-weiß eingeblendet wurde, damit die Regenbogen-Binde an seinem Arm nicht erkennbar ist, so Köster.Saudi-Arabien werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Im Jahr 2022 hat Saudi-Arabien 196 Menschen hingerichtet zum Teil wurden sie mit dem Schwert enthauptet. Faire Gerichtsverfahren erhalten in dem Land, in dem vor allem das islamische Scharia-Recht herrscht, die wenigsten Verurteilten. Auch in 2023 wurden laut Amnesty International bis zur Jahresmitte bereits 54 Menschen hingerichtet.Islamwissenschaftler ordnet Saudi-Arabiens Verhalten einAuch Cristiano Ronaldo, der seit einigen Monaten für den saudi-arabischen Verein al-Nassr FC kickt, kritisierte Köster. Ronaldos Erklärung, er habe nach einer neuen Herausforderung gesucht, konnte der Experte nicht ernst nehmen."Ich behaupte mal, dass er von dem Club vorher noch nie gehört hat", so der Journalist. Er stand auf dem Standpunkt, dass Geld zwar eine große Rolle spielt, es im Kern aber immer zuerst um Fußball als Kulturgut gehen müsse.Einen anderen Blickwinkel auf Saudi-Arabiens Anwerben großer Fußballstars liefere Sons. Der Islamwissenschaftler gab zu bedenken, dass der Wüstenstaat mit seinem Engagement im Fußball gleich mehrere Ziele verfolge.Innen- und außenpolitische ZieleZum einen wolle Saudi-Arabien "Glamour erzeugen" und sein "sehr schlechtes Image" aufpolieren, das nicht nur durch fortgesetzte Menschenrechtsverletzungen, sondern auch die Ermordung des Journalisten Jamal Ahmad Khashoggi entstanden sei.Zum anderen gehe es darum, bekannter zu werden. Darüber hinaus gebe es auch innenpolitische Ziele: Das "neue Saudi-Arabien" wolle durch Fußball seine Bevölkerung ansprechen und ihr signalisieren, dass sie teilhaben könne, so Sons.Darüber hinaus solle der Sport die Macht des Herrschers sichern und Jugendliche durch Vorbilder zu mehr Sport motivieren. Immerhin litten 20 Prozent der Bevölkerung unter Diabetes und 15 Prozent seien übergewichtig, so Sons."Wir gewöhnen uns ja an alles"Saudi-Arabien wolle auch eine Alternative zum "Fußballmonopol Europas" schaffen, indem man die Mechanismen kopiere. Dass ein solches Monopol existiert, nehme man in dem Wüstenstaat so wahr, erklärte der Islamwissenschaftler auf Nachfrage Kösters.Der Journalist stellte daraufhin klar: Das System Fußball "wird nicht so einfach kopiert." Dass ein saudi-arabisches Team in fünf Jahren in der europäischen Champions League mitkickt, wollte er derweil nicht ausschließen."Wir gewöhnen uns ja an alles", so der Journalist.






Губернаторы России





Губернаторы России

103news.net – это самые свежие новости из регионов и со всего мира в прямом эфире 24 часа в сутки 7 дней в неделю на всех языках мира без цензуры и предвзятости редактора. Не новости делают нас, а мы – делаем новости. Наши новости опубликованы живыми людьми в формате онлайн. Вы всегда можете добавить свои новости сиюминутно – здесь и прочитать их тут же и – сейчас в России, в Украине и в мире по темам в режиме 24/7 ежесекундно. А теперь ещё - регионы, Крым, Москва и Россия.

Moscow.media


103news.comмеждународная интерактивная информационная сеть (ежеминутные новости с ежедневным интелектуальным архивом). Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. "103 Новости" — абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию.

Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам объективный срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть — онлайн (с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии).

103news.com — живые новости в прямом эфире!

В любую минуту Вы можете добавить свою новость мгновенно — здесь.

Музыкальные новости




Спорт в России и мире



Новости Крыма на Sevpoisk.ru




Частные объявления в Вашем городе, в Вашем регионе и в России