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Март
2025

Ein seltsamer Zufall: Proteste gegen Trump-Projekt in Serbien

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Die Trump-Familie pflegte zuletzt auffallend gute Kontakte zur serbischen Regierung. Das könnte auch mit einem millionenschweren Hotelprojekt zu tun haben. In Donald Trumps Buch "The Art of the Deal", das 1987 erschien, erklärt der damalige Immobilienmakler die Art, wie er Geschäfte macht, wie folgt: "Ich stecke mir immer die höchsten Ziele. Und dann hämmere und hämmere ich immer weiter drauflos, bis ich bekomme, was ich haben will." Dass Donald Trump auch während seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus den Hammer schwingt, ist kaum zu übersehen – und zwar nicht nur politisch. Auch seine Unternehmen machen weiterhin lukrative Geschäfte, während er im Oval Office einen Präsidialerlass nach dem anderen abzeichnet. So ähnlich lief das schon zwischen 2017 und 2020. Da erwirtschafteten Trumps Unternehmen laut Recherchen des Magazins "Forbes" mindestens 2,4 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro). Haupteinnahmequellen der Trump-Organisation waren Immobiliengeschäfte, Hotels und seine zahlreichen Golfkurse. Gut dokumentiert sind auch die 160 Millionen US-Dollar (rund 148 Millionen Euro), die aus Trumps Geschäften mit Saudi-Arabien , Indien oder Indonesien kamen. Allesamt Länder, mit denen die USA auch intensive außenpolitische Beziehungen pflegen. Einen Interessenkonflikt zwischen den privaten Deals des Präsidenten und seinem Amt wies man damals im Weißen Haus vehement zurück, schließlich seien Trumps Vermögenswerte zu jener Zeit in Stiftungen untergebracht gewesen waren, und die werden von seinen Kindern geführt. Alles ganz sauber, also. Während seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus sieht man offenbar ebenfalls kein Problem darin, dass private und politische Interessen vermischt werden könnten. Obwohl Elon Musk , der reichste Mann der Welt, erheblichen Einfluss auf die Regierungspolitik bekommen hat und zahlreiche weitere Milliardäre sich des exklusiven Zugangs zum Präsidenten rühmen. Gleich nach seinem Amtsantritt am 20. Januar war Trump bei Empfängen in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago zu sehen, wie er internationale Geschäftspartner seiner Trump-Organisation begrüßte. Häufig ist bei solchen Gelegenheiten auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dabei. Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet und machte sich während der ersten Amtszeit seines Schwiegervaters einen Namen, in dem er die Nahost-Politik der damaligen US-Regierung mitgestaltete. Kushner engagiert sich aber nicht nur politisch im Nahen Osten. So hat er inzwischen ein ausgedehntes Firmengeflecht gegründet, mit Partnern in Golfstaaten wie Abu Dhabi und Saudi-Arabien. Den groß angekündigten Plan Donald Trumps, den inzwischen von den israelischen Luftangriffen schwer verwüsteten Gazastreifen in eine "Riviera des Mittleren Ostens" zu verwandeln und dafür die Palästinenser aus ihrer Heimat zu vertreiben, begrüßte Kushner schon früh. "Der Gazastreifen liegt am Wasser und könnte sehr wertvoll sein", sagte er bereits im Februar 2024 in einem Interview mit der Harvard Universität. Das einzige Problem waren schon damals die Palästinenser gewesen, wie der 44-Jährige zugab. "Es ist eine etwas unglückliche Situation dort, aber ich denke, aus der Perspektive Israels würde ich mein Bestes tun, um die Leute herauszubringen und dann aufzuräumen", fügte er hinzu. An der "unglücklichen Situation", wie Kushner das nennt, hat sich wenig geändert. Sie besteht in einem völlig zerstörten Land und Hunderttausenden vertriebenen, traumatisierten und verzweifelten Palästinensern. Serben wehren sich gegen das Projekt Während sein Schwiegervater mehr oder weniger hartnäckig an einer "Lösung" des Nahostkonflikts arbeitet – erst kürzlich drohte er der Terrororganisation "Hamas" mit der Hölle, sollte sie sich nicht an den Geiseldeal mit Israel halten – macht Kushner bereits anderswo Geschäfte. Etwa in Serbien . In dessen Hauptstadt Belgrad will Kushner ein 500 Millionen Dollar (rund 463 Millionen Euro) schweres Trump-Hotel hochziehen lassen, und zwar ausgerechnet auf dem Gelände des 1999 von der Nato zerbombten Gebäudes des Generalstabs. Dieses soll möglichst bald abgerissen werden, wie serbische Medien berichteten. Doch dagegen regt sich nun Protest. Tausende Demonstranten kamen am Montag in Belgrad zu einer Kundgebung anlässlich des 26. Jahrestags des Beginns der Nato-Bombardierung der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien. Diese hatte das Ziel, die Verfolgung und Ermordung der Kosovo-Albaner durch das damalige Regime von Slobodan Milošević zu beenden. Für viele Serben hat die Gebäuderuine, die Kushner abreißen lassen will, historischen Wert. Sie erinnert sie an die für viele Bürger traumatischen Ereignisse, bei denen fehlgeleitete Nato-Luftangriffe auch serbische Zivilisten töteten. Die Gebäuderuine hatte bis November 2024 den offiziellen Status eines Baudenkmals. Dieser wurde ihr jedoch von der vom rechtsgerichteten Staatspräsident Aleksandar Vučić kontrollierten Regierung entzogen – um Kushners Bauprojekt zu ermöglichen. Dagegen klagten Vertreter der demokratischen Opposition beim Verfassungsgericht. Ein Urteil in dem Fall steht noch aus. Weitere Trump-Hotels geplant Kushners Unternehmen Affinity Global Development hat den Standort für 99 Jahre gepachtet und will dort das Luxushotel mit Gewerbeflächen und mehr als 1.500 Wohneinheiten errichten. Es solle auch einen Gedenkkomplex zur Erinnerung an die Opfer der Nato-Bombardements enthalten, hieß es. Kushner zeigt seit einiger Zeit verstärktes Interesse an Investitionen auf dem Balkan, darunter auch in Albanien . Das Hotelprojekt in Serbien ist dabei nur eines von mehreren Großprojekten, das die Trump-Organisation in Zusammenarbeit mit den Unternehmen von Jared Kushner anstrebt. Ableger der Hotels sind auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Vietnam und Saudi-Arabien geplant, wie die "New York Times" kürzlich berichtete. Trump jr. reist nach Belgrad "Serbien ist eines der am schnellsten wachsenden Länder in Europa, und wir fühlen uns unglaublich geehrt, dort zu sein", sagte Donald Trumps Sohn Eric Trump im Januar in einem Interview, aus dem die "New York Times" zitiert. Wie im Gazastreifen gibt es allerdings auch in Serbien ein Problem: Gegen Vučićs Regierung protestieren seit Monaten Tausende Serben. Auslöser für die Demonstrationen war der Einsturz eines Vordachs an einem Bahnhof in Novi Sad im November 2024, für den die Protestierenden die Regierung verantwortlich machen. Die serbische Opposition mutmaßt, der Hotel-Deal in Belgrad könnte eine unschöne politische Komponente haben. Demnach wird befürchtet, die Trump-Regierung könnte den Putin-Bewunderer Vučić stützen, damit das Projekt von Kushner nicht in Gefahr gerät. Er sehe in der Verbindung zwischen Vučić und Trump eine höchst "unethische Dimension", sagte der Oppositionspolitiker Dragan Jočić serbischen Medien. Trump jr.: "Was für eine wunderschöne Stadt" Dass Donald Trumps ältester Sohn Donald Jr. erst vor wenigen Tagen persönlich nach Belgrad gereist ist, halten Vertreter der serbischen Opposition daher nicht für einen Zufall. Ein Sprecher des Trump-Sohnes sagte zwar, es habe sich um einen Privatbesuch gehandelt, Trump Jr. sei nur acht Stunden in Belgrad gewesen, um einen Podcast aufzunehmen. Allerdings hatte Trump Jr. trotz des kurzen Aufenthalts noch Zeit, den serbischen Präsidenten zu treffen – und der Trump-Spross war voll des Lobes für Vučić. "Ich habe die Bedeutung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Serbien und den USA sowie die Bedeutung der strategischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern und der gemeinsamen Projekte in den kommenden Jahren hervorgehoben", erklärte Vučić nach dem Treffen. Welche gemeinsamen Projekte das konkret sein könnten, sagte er nicht. Nach einem Gespräch im Büro des Präsidenten führte Vučić Trump Jr. noch auf das Dach des Novi Dvor, des serbischen Präsidentenpalasts, wie TV-Bilder zeigen. Dort schauten die beiden versonnen über die Dächer Belgrads. Immer wieder wies Vučić mit dem Finger auf einzelne Gebäude, dann auf eine Stelle am Horizont: In der Ferne waren viele Baukräne zu sehen. "Das ist wirklich eine wunderschöne Stadt", sagte Trump Jr. und lächelte.






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