Ein Musiker erhebt schwere Vorwürfe gegen Hollywoodstar Will Smith. Die Klage wirft ihm unter anderem sexuelle Belästigung und Vergeltungshandlungen während einer Tournee vor. Im Zusammenhang mit seiner Tour im Frühjahr 2025 sieht sich Will Smith mit schwerwiegenden rechtlichen Vorwürfen konfrontiert. Der Musiker Brian King Joseph hat Klage gegen den Schauspieler und dessen Firma Treyball Studios Management eingereicht. Wie aus der von "Variety" eingesehenen Klageschrift hervorgeht, erhebt Joseph darin unter anderem Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung, unrechtmäßiger Kündigung und Vergeltungshandlungen. Demnach sei Joseph im November 2024 zunächst für einen Auftritt in San Diego verpflichtet worden, bevor Smith ihn eingeladen habe, ihn auf seiner kommenden Tour zu begleiten. Im weiteren Verlauf sei auch eine Mitwirkung an einem neuen Album geplant gewesen. In der Klage wird behauptet, Smith habe gegenüber Joseph erklärt, zwischen ihnen bestehe eine "besondere Verbindung". Im TV verpasst: Spielberg überredete Will Smith zu Action-Rolle Im März 2025 schloss sich Joseph dem Tourauftakt in Las Vegas an. Für ihn und andere Beteiligte seien Hotelzimmer bereitgestellt worden. Der Musiker gibt an, dass seine Tasche mit dem Schlüssel zu seinem Zimmer über Stunden verschwunden gewesen sei, bevor das Management auftauchte. Laut Joseph habe nur das Management Zugang zum Raum gehabt. Als Joseph in der Nacht in das Zimmer zurückkehrte, habe er festgestellt, dass dort offenbar jemand unbefugt eingedrungen sei. Er fand nach eigenen Angaben unter anderem eine Flasche HIV-Medikamente, die auf den Namen einer anderen Person ausgestellt war, sowie eine handschriftliche Notiz mit der Botschaft: "Brian, ich bin spätestens um 5.30 Uhr zurück, nur wir (gezeichnetes Herz), Stone F." Der Kläger interpretiert dies als Ankündigung eines bevorstehenden sexuellen Übergriffs. Er informierte daraufhin den Sicherheitsdienst des Hotels sowie Smiths Management über den Vorfall. Auch bei der Polizei habe er Meldung erstattet, allerdings ohne einen Notruf abzusetzen. Nur wenige Tage später, so der Vorwurf, sei Joseph durch einen Mitarbeiter des Managements für die Geschehnisse verantwortlich gemacht worden. Dabei habe dieser angedeutet, dass Joseph die Geschichte frei erfunden habe. Noch am selben Tag sei er entlassen worden. Will Smith streitet die Vorwürfe ab In der Klage führt Joseph an, dass die Kündigung bei ihm eine posttraumatische Belastungsstörung ausgelöst habe. Er habe zudem finanzielle Einbußen erlitten. Vor Gericht fordert er nun Schadensersatz – die genaue Summe soll von einer Jury festgelegt werden. Allen B. Grodsky, ein Anwalt von Smith, äußerte sich bereits gegenüber "People": "Die Vorwürfe von Herrn Joseph gegen meinen Mandanten sind falsch, haltlos und leichtfertig. Sie werden kategorisch bestritten, und wir werden alle verfügbaren rechtlichen Mittel einsetzen, um diese Anschuldigungen zu klären und sicherzustellen, dass die Wahrheit ans Licht kommt."