Venezuelas Ex-Staatschef Nicolás Maduro ist in New York Drogenfahndern übergeben worden. In einem ersten Video spricht er nur wenige Worte. Der ehemalige venezolanische Staatspräsident Nicolás Maduro ist in New York den Strafverfolgungsbehörden vorgeführt worden, wie Videoaufnahmen zeigen. Er war am Samstag von amerikanischen Soldaten in seiner Wohnung in Caracas gefangen genommen und mit seiner Frau in die USA gebracht worden. Am späten Abend (Ortszeit) landete ein Flugzeug mit dem 63-Jährigen und seiner Frau Cilia Adela Flores de Maduro auf einem New Yorker Flughafen . Von dort wurde er per Hubschrauber in das Metropolitan Detention Center, dem Untersuchungsgefängnis in Brooklyn, gebracht. Hier wurden schon unter anderem der Rapper Sean "Diddy" Combs und der Krypto-Pleitier Sam Bankman-Fried festgehalten. Newsblog zum Militäreinsatz in Venezuela : Aktuelle Meldungen Nach Gefangennahme Maduros: Macron macht Vorschlag für Nachfolge Das Rapid Response Team des Weißen Hauses veröffentlichte ein Video, in dem Maduro von Polizeibeamten in einem Gebäude einen Gang entlang geführt wird. Er trägt schwarze Sandalen und weiße Socken, eine dunkle Hose und dunkelgraue Jacke und eine graue Mütze. Begleitet wird er von Beamten der US-Drogenbehörde DEA. "Verdächtigenvorführung" stand über dem Video geschrieben. Maduro sagte zu Personen, die nicht sichtbar waren, "Gute Nacht. Frohes Neues Jahr". USA erkannten Maduro nach Wahl nicht an Der Ex-Präsident soll nächste Woche vor einem Bundesgericht in Manhattan wegen Drogen- und Waffenhandels angeklagt werden. Laut Justizministerin Pam Bondi werden Maduro und seiner Frau unter anderem "Verschwörung zum Drogenterrorismus" sowie "Verschwörung zum Kokainimport" vorgeworfen. Schon seit 2019 erkennen die USA den Linkspolitiker nicht mehr als Staatschef an. Verschärft wurde die Situation durch seine von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl 2024. Die USA forderte seinen Rücktritt. Wegen der mutmaßlichen Drogengeschäfte Maduros setzten die USA für Informationen, die zu seiner Festnahme führen, eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) aus. US-Außenminister Marco Rubio rechtfertigte den Einsatz. Die Maßnahmen seien "zum Schutz und zur Verteidigung" derer, die den Haftbefehl gegen Maduro vollstreckten, nötig gewesen. Derweil ist in Venezuela die Nachfolge Maduros, zumindest temporär, bereits geregelt. Der Oberste Gerichtshof in Venezuela hat örtlichen Medienberichten zufolge angeordnet, dass Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Führung des Landes übernimmt. Dies gab die Präsidentin des Gerichts bekannt.
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