Den Sprint in Oberhof hat Tomasso Giacomel zwar gewonnen. Gute Laune konnte er deshalb jedoch nicht haben. Nach seinem Sieg im vorgezogenen Sprintrennen von Oberhof reagierte Tomasso Giacomel im Interview emotional. Auf die Frage, ob er sich über seinen ersten Platz freuen könnte, antwortete er in der ARD : "Nein. Es ist richtig komisch heute. Das war einer meiner besten Auftritte beim Biathlon – und gleichzeitig einer meiner schlechtesten, weil Sivert nicht mehr hier ist. Das macht mich extrem traurig." Der norwegische Biathlet Sivert Guttorm Bakken wurde am 23. Dezember tot in seinem Hotelzimmer gefunden. Bakken und Giacomel waren sehr gut befreundet, Giacomel belastet der Todesfall stark. Der Franzose versucht dennoch, so gut es geht, nach vorn zu schauen: "Auch wenn Sivert nicht mehr hier ist, habe ich mich auf das Training konzentriert wegen der Weihnachtspause. Und das hat gut funktioniert." Wegen seiner gemischten Gefühle werde "die Siegerehrung sehr emotional, sicher". Bereits am Mittwoch weinte Giacomel in einem Interview wegen seines verstorbenen Freundes. "Ich habe sofort angefangen zu weinen. Er sollte hier sein und ist es nicht", sagte Giacomel. Einen möglichen Olympiasieg würde er seinem verstorbenen Freund widmen. Die Olympischen Spiele starten am 7. Februar in Südtirol (Italien).