Grönland ist die größte Insel der Welt. Auf Karten wirkt sie dennoch deutlich größer, als sie ist. Wieso? Eisberge und Schneelandschaften, Gletscher , um die es nicht gut bestellt ist – früher kannte man Grönland vor allem aus der Klima-Berichterstattung. Oder von beeindruckenden Fotografien von bunten Häuschen und Hundeschlitten. Aber das war, bevor Donald Trump seine Finger nach der ehemals dänischen, heute weitestgehend autonomen Insel ausstreckte. Nun schauen alle nach Grönland und dafür muss man wissen: Wo liegt das noch mal genau? Also schnell den Atlas aufgeklappt, den Globus gedreht, Google Maps aufgerufen. Wer mehr als eine geografische Quelle aufgetan hat, dem ist in Bezug auf die arktische Gegend ein bedeutender Unterschied aufgefallen: die Größe. Ex-Grönland-Minister warnt: " Die Nato könnte implodieren " Die Gründe: Darum will Trump Grönland wirklich Grönland sieht aus wie Fehler in der Karte Diese variiert nämlich nach Darstellung der Erde. Denn während auf den Karten, die die sogenannte Mercator-Projektion darstellen, Grönland riesig über den Nordwesten ragt, ist es laut der wissenschaftlich oft verwendeten Mollweide-Projektion deutlich kleiner. Woran liegt das? Die Mercator-Projektion bildet die eigentlich runde Erde auf einer geraden Fläche oder Karte ab. Je weiter man den Finger also vom Äquator weg wandern lässt, desto stärker werden Flächen verzerrt. Wie groß ist die größte Insel der Welt? Länder in hohen Breiten, wie Grönland, erscheinen viel größer, als sie wirklich sind. Äquatornahe Regionen, also etwa Afrika, wirken dagegen zu klein. Deshalb sieht Grönland größer aus als der afrikanische Kontinent, ist aber mit 2,2 Mio. km² zu etwa 30 Mio. km² um ein Vielfaches kleiner. Dennoch wird diese Darstellung für die meisten Karten genutzt, weil die Mercator-Projektion winkeltreu und damit ideal für die Navigation ist. Wer den Globus bemüht hat, bekommt also die beste Vorstellung von dem Ausmaß Grönlands. Womöglich hat das auch Donald Trump getan, bevor er Grönland das unmoralische Angebot zur Anschließung an die USA machte. Trumps Motive orientieren sich weniger an der Größe des Landes, sondern eher an der günstigen Lage vor Europa sowie an den verlockenden Rohstoffen, die unter Schnee und Eis schlummern. Dennoch: Grönlands Größe entspricht etwa einem Viertel des US-amerikanischen Festlandes. Für Trump sicher ein willkommener Zugewinn. Die Grönländer sehen das aber anders.