Lars Windhorst in den Epstein-Akten: Ex-Hertha-Investor wollte Treffen
Vereinzelt tauchen auch deutsche Namen in den Epstein-Akten auf. Darunter ist auch ein ehemaliger Fußballinvestor. In den kürzlich veröffentlichten Akten um Jeffrey Epstein ist ein weiterer Name aus Deutschland aufgetaucht. So versuchte Lars Windhorst , der ehemalige Investor von Hertha BSC , offenbar mit Epstein in Kontakt zu treten. Ein Vertrauter wandte sich um 24. Juni 2018 mit einer E-Mail an Epstein und vermittelte Windhorsts Wunsch nach einem Treffen. Darüber hatte zunächst "Business Insider" berichtet. Der Vertraute schreibt darin: "Es gibt einen jungen deutschen Unternehmer namens Lars Windhorst, der dich gerne treffen würde, wenn es dir passt." Kommentar: Merz muss Epstein-Akten zur Chefsache machen Epstein und die Deutsche: Manchmal schrieben sie sich minütlich Windhorst habe "eine bewegte Vergangenheit und war zweimal insolvent, ist aber wieder auf dem Weg nach oben", heißt es in der Mail. "Ich mag ihn und ich glaube, du würdest ihn auch mögen. Lass mich wissen, ob du damit einverstanden bist, dann stelle ich ihn dir gerne vor." Dabei sollte es um die Übernahme der Dessous-Marke "La Perla" durch Windhorst gehen. In seiner Antwort ging Epstein nur auf einen anderen Aspekt der Mail ein, nicht auf ein mögliches Treffen mit Windhorst. Wie wichtig es Windhorst mit einem Treffen war, zeigt die Tatsache, dass Epsteins Vertrauter ihn am darauffolgenden Tag noch einmal mit der Bitte um ein Treffen kontaktierte. Diesmal antwortete Epstein auch und stimmte einem Treffen zu. Ob es dazu tatsächlich kam, ist allerdings nicht belegt. Epstein war zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme bereits ein verurteilter Sexualstraftäter. Windhorst bestreitet Kontakt zu Epstein Dem britischen Portal "Private Equity News" erklärte Windhorst in einer Stellungnahme, er habe Epstein nie getroffen, nie mit ihm gesprochen und ihn nicht gekannt. Zudem habe er nie mit ihm kommuniziert. Weiterhin betont er, auch mit anderen nie über Epstein gesprochen zu haben. Die Nachrichten sind allerdings nicht die einzigen Dokumente in den Epstein-Akten, in denen Windhorsts Name auftaucht. Bereits 2013 fragte der ehemalige britische Minister Peter Mandelson, ob Epstein von dem "deutschen Finanztypen" Lars Windhorst gehört habe. Eine Antwort ist nicht in den Akten enthalten. 2015 bekam Epstein zudem eine Mail von Windhorst weitergeleitet, in der er die Öffentlichkeit über eine Personalie in einem seiner Unternehmen informierte. Windhorsts Einstieg bei Hertha scheiterte Windhorst gründete bereits als Jugendlicher eigene Unternehmen und war ein Shootingstar in der deutschen Wirtschaftsszene. Auch der damalige Kanzler Helmut Kohl hielt viel von Windhorst. Als 18-Jährigen nahm er ihn mit auf eine Reise nach Vietnam und lobte ihn als einen "Jungen, der an die Zukunft glaubt". Einer breiten Öffentlichkeit wurde er bekannt, als er mit seiner Beteiligungsgesellschaft Tennor beim Fußballverein Hertha BSC einstieg und große Pläne für den Verein verkündete. Dort kam Windhorst allerdings seinen Verpflichtungen nicht nach und schied nach einer öffentlichen Schlammschlacht wieder aus. Im vergangenen Jahr meldete Tennor Insolvenz an. Der in höchsten Kreisen vernetzte US-Investor Epstein stand unter Verdacht, tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2019 erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid. In der vergangenen Woche hatte das US-Justizministerium weitere Dokumente zu Epstein veröffentlicht. Darin werden wie in den bereits zuvor veröffentlichten Akten zahlreiche prominente und einflussreiche Menschen erwähnt, darunter Donald Trump , Microsoft-Gründer Bill Gates und der britische Ex-Prinz Andrew. Ein Auftauchen in den Akten bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass die Person auch in Straftaten verwickelt war.
Moscow.media
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