Fall Epstein: US-Justizministerin Pam Bondi weist Vorwürfe zurück
Die neuen Epstein-Akten erschüttern die Welt. Doch entscheidende Stellen sind weiter geschwärzt. Nun muss sich die US-Justizministerin Pam Bondi erklären US-Justizministerin Pam Bondi hat ihr Vorgehen bei der Veröffentlichung der Akten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verteidigt. Ihr Ministerium habe mehr als drei Millionen Seiten Dokumente freigegeben und das "Beste getan, um die Opfer zu schützen", sagte Bondi am Mittwoch bei einer Anhörung im Kongress in Washington . Politiker der Demokraten warfen ihr dagegen "Vertuschung" vor. Bondi sagte, Hunderte von Anwälten und anderen Experten hätten "tausende Stunden damit verbracht, Millionen von Seiten akribisch zu prüfen". Der Kongress hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump gesetzlich verpflichtet, die meisten Dokumente und Ermittlungsunterlagen zum Skandal um Epstein offenzulegen. Das Justizministerium kam dem jedoch erst mit Verspätung nach . Zudem wurden viele Stellen in den Akten geschwärzt. Überblick: Alle aktuellen Entwicklungen im US-Newsblog Enthüllt: Abgeordneter legt im Fall Epstein sechs geschwärzte Namen offen Der führende Demokrat im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, Jamie Raskin, warf Bondi eine "massive Epstein-Vertuschungsaktion" vor. Von insgesamt rund sechs Millionen Dokumenten, Fotos und Videos habe das Ministerium nur gut die Hälfte veröffentlicht. Kritik an Schwärzung von Täter-Namen Zudem seien die Namen zahlreicher "Täter, Helfer, Mitläufer und Mitverschwörer" Epsteins geschwärzt worden, während die Namen der Opfer in einigen Fällen nicht wie vorgeschrieben unkenntlich gemacht worden seien. Einige der Epstein-Opfer waren bei der Anhörung Bondis zugegen. Der Demokrat Ro Kahanna hatte deshalb die Namen von sechs Männern enthüllt, deren Namen unkenntlich gemacht worden waren. Darunter der schillernde Milliardär Leslie Wexner und Sultan Ahmed bin Sulayem, Chef des Hafenbetreibers DP World, der in Deutschland unter anderem in Mannheim , Germersheim , Fürth und Stuttgart aktiv ist. Epstein soll nach Erkenntnissen der US-Bundespolizei FBI mehr als tausend Mädchen und junge Frauen missbraucht und Opfer teilweise an Prominente vermittelt haben. Der Multimillionär war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er aber nur knapp 13 Monate Haft ab. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.
Moscow.media
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