Bayern-Torwart Manuel Neuer will dem Zeitspiel im Fußball einen Riegel vorschieben. Er schlägt eine ähnliche Regelung vor, wie sie bereits für Torhüter existiert. Bayern-Torwart Manuel Neuer hat sich für eine Zeitbegrenzung bei Eckbällen und Abstößen im Fußball ausgesprochen. In einem Interview mit "France Football" kritisierte der 39-Jährige, dass Zeitverzögerungen das Spiel beeinträchtigen und das Publikum mehr effektive Spielzeit sehen wolle. "Ich würde mir wünschen, dass man eine Zeitbegrenzung für die Abstöße und Eckbälle anwendet, wie das bei den acht Sekunden mit dem Ball in der Hand der Fall ist", nannte er die bestehende Regel für Torhüter als Vorbild. Nach dieser Regelung darf ein Keeper den Ball maximal acht Sekunden in den Händen halten, wobei der Schiedsrichter die letzten fünf Sekunden sichtbar herunterzählt. Bei Verstößen erhält die gegnerische Mannschaft einen Eckball. Neuer als Feldspieler "im Stil von Javi Martínez" Neuer, der seine Karriere in der Nationalmannschaft inzwischen beendet hat, äußerte sich in dem Interview auch zu seinen Fähigkeiten als Feldspieler. "In einer Mannschaft der dritten Liga, die auf Ballbesitz spielt, wäre das zum Beispiel möglich gewesen. Mir hätte wahrscheinlich ein wenig Schnelligkeit gefehlt, aber ich hätte auf einem guten Niveau spielen können", erklärte der Bayern-Kapitän. Der bald 40-Jährige sieht sich dabei in einer defensiven Rolle: "Ich weiß nicht, ob ich Innenverteidiger oder Sechser vor der Abwehr geworden wäre, ein bisschen im Stil von Javi Martínez."