Tommaso Giacomel galt als Mitfavorit auf Gold beim Biathlon-Massenstart bei Olympia. Letztlich musste er den Wettbewerb wegen gesundheitlicher Probleme abbrechen. Der italienische Biathlet Tommaso Giacomel hat den olympischen Massenstart der Herren im Biathlon wegen gesundheitlicher Probleme abbrechen müssen. In der dritten Runde musste der 25-Jährige in Führung liegend abreißen lassen und fiel im Anschluss zurück. Bei den TV-Kommentatoren von Eurosport sorgte das für Verwirrung. Experte und Ex-Biathlet konnten Giacomel plötzlich nicht mehr an der Spitze sehen. "Hä, Tommi ist weg?", stellte Rösch hörbar verwirrt fest. Dann wiederholte er zweimal die Frage: "Wo ist Giacomel?" Abschließend bat er leicht irritiert Kommentator Sigi Heinrich um Hilfe. Massenstart der Herren: Bitteres Olympia-Ende: Horn verliert Bronze auf Schlussrunde Emotionale Olympia-Beichte: Mikaela Shiffrin: "Ich habe nur geweint" "Ja, du siehst mich mit einer gewissen Ratlosigkeit", entgegnete Heinrich. Das Eurosport-Urgestein zählte im Anschluss die Konkurrenten um Johannes Dale-Skjevdal und Emilien Jacquelin auf, die zu dem Zeitpunkt die Gruppe anführten. Danach fingen die Kameras Giacomel endlich ein. Der Italiener war aber bereits weit zurückgefallen, lief nur noch langsam. Giacomel fasst sich ans Herz "Da muss etwas passiert sein", war sich Heinrich sofort sicher, und stellte fest, dass Giacomel nur noch "kriechen" würde. "Schau, der will die Nummer abmachen und zeigt aufs Herz", deutete Rösch plötzlich die Gestik von Giacomel. Danach war sich Heinrich sicher, dass Giacomel das Rennen nicht beenden werde. Rösch erzählte aus seiner Zeit als aktiver Biathlet, dass er eine ähnliche Situation gehabt habe: "Vielleicht hat er Fehlschläge im Herzen. Das hatte ich auch mal im Rennen. Da geht das Herz ganz schnell hoch auf 210, 220 Schläge." Heinrichs lapidarer Kommentar lautete nur, dass er solch einen Herzschlag hatte, als er seine Freundin kennenlernte. Er stellte jedoch fest, dass es "gesundheitsgefährdend" sei, wenn Giacomel unter diesen Umständen weiter laufen würde. Nachdem kurze Zeit die Führungsgruppe zu sehen war, schnitt die Regie im Anschluss wieder auf Giacomel um. Der Führende des Weltcups hatte aufgehört und sich am Streckenrand hingesetzt. Heinrich erkannte, dass er ärztlich versorgt wurde: "Da stand, glaube ich, eine Horde französischer Ärzte um ihn. Da gibt es keine Probleme. Wer da ist, hilft. Das ist selbstverständlich."