Zum Tod der Künstlerin Henrike Naumann: Sie widmete sich dem Osten, bevor es cool war
Staatskunst war der schlichte Titel, den Henrike Naumann ihrer Lecture Performance am 18. September 2025 im Museum der bildenen Künste in Leipzig gegeben hatte. Sie sprach über Erinnerungskultur, Geschichtsbilder und ihre Rolle als Künstlerin des Deutschen Pavillons auf der kommenden Biennale di Venezia. Dass sie selbst aus einem Land kommt, das es nicht mehr gibt, erwähnt sie bereits in den ersten zwei Minuten ihres Vortrags.
1984 in Zwickau (DDR) geboren, erzählt sie von frühen Erinnerungen als Kind an Modenschauen an der Hochschule für angewandte Kunst in Schneeberg: „Begeistert saß ich Jahr für Jahr auf dem Boden in der ersten Reihe, berauscht von den Eindrücken. Wenn ich heute Performances inszeniere, denke ich oft daran zurü
Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag.
