Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran stocken. Donald Trump plant offenbar bereits einen Angriff für den Fall des Scheiterns. US-Präsident Donald Trump plant offenbar einen Angriff in zwei Schritten für den Fall, dass die Verhandlungen mit dem Iran über ein Ende des Atomprogramms scheitern. Trump soll die Pläne am Mittwoch bei einem Treffen im Lagezentrum des Weißen Hauses erläutert haben, berichtet die "New York Times". Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Generalstabschef Dan Caine, CIA-Direktor John Ratcliffe und Stabschefin Susie Wiles sollen teilgenommen haben. Trumps Plan soll demnach zunächst eine erste, begrenzte Angriffswelle umfassen. Mögliche Ziele seien Stützpunkte der Revolutionsgarden, Nuklearanlagen sowie Abschuss- und Fertigungsstätten des iranischen Raketenprogramms. Dieser Schritt soll Stärke demonstrieren und dem Iran als warnendes Beispiel für weitere Konsequenzen dienen. Warnung vor Risiken eines Iran-Angriffs? Trump dementiert Waffen für 500 Millionen Euro: Russland und Iran unterzeichnen offenbar Geheimdeal Sollte der Iran im Anschluss nicht einlenken, soll Trump laut der "New York Times" einen größeren Militärschlag in Erwägung ziehen, um den Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei zu stürzen und einen Regimewechsel herbeizuführen. Allerdings wird in der Regierung bezweifelt, ob dies allein mit Luftschlägen möglich ist. Wie die "New York Times" berichtet, hat das US-Militär aber Pläne, Spezialeinsatzkräfte vor Ort einzusetzen, um Atomanlagen zu zerstören, vorerst verworfen. Der Einsatz wäre gefährlich und würde deutlich länger dauern als die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Gibt es doch noch einen Kompromiss? Ferner sollen sich führende Militärs grundsätzlich skeptisch hinsichtlich eines langwierigen Kriegs mit dem Iran geäußert haben – nicht zuletzt, da dieser erhebliche Auswirkungen auf die verfügbaren Ressourcen hätte. Auch Vizepräsident JD Vance soll sich bei dem Treffen im Lagezentrum skeptisch gezeigt und ausführlich über die Risiken eines Angriffs gesprochen haben. Auch wenn es bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zuletzt kaum Fortschritte gab, kursiert momentan ein Vorschlag, der einen akzeptablen Kompromiss für beide Seiten darstellen könnte. Dieser soll von Rafael Grossi, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), stammen. Dem Vorschlag zufolge würde es dem Iran gestattet, sehr geringe Mengen an Kernbrennstoff für medizinische Zwecke herzustellen. Demzufolge könnte der Iran weiterhin behaupten, Uran anzureichern, während die USA verkünden könnten, dass der Iran alle Anlagen stilllegt, die den Bau einer Atomwaffe ermöglichen würden. Offenbar wird der Vorschlag momentan auf beiden Seiten diskutiert. Am Donnerstag soll es im schweizerischen Genf zu einer finalen Verhandlungsrunde kommen.