Bei Dreharbeiten läuft nicht immer alles glatt. Doch die Produktion des Kriegsfilmes "Apocalypse Now" entwickelte sich zum Desaster für alle Beteiligten am Set. Mit diesem Projekt schrieb Regisseur und Filmemacher Francis Ford Coppola Filmgeschichte: "Apocalypse Now" ist ein moderner Klassiker, dessen Entstehungsprozess so spannend wie das Ergebnis selbst ist. Von Nervenzusammenbrüchen am Set bis zu verschiedenen Schnittfassungen entwickelte sich das Kriegsdrama zu einem nervenzerreißenden Unterfangen. Darum geht es in "Apocalypse Now" Es herrscht Krieg in Vietnam . 1969 ist das Land aufgrund der endlosen Kämpfe mit den USA von Verwüstung und Schmerz geprägt. Inmitten der Ausschreitungen schlägt sich Captain Willard (Martin Sheen) durch die zerstörten Gebiete, um den US-Colonel Kurtz (Marlon Brando) ausfindig zu machen. Kurtz hat sich in den Tiefen des Dschungels ein Schreckensregiment aufgebaut, das zerstört werden muss. Willards Reise durch den Dschungel entwickelt sich zu einem Alptraum. Menschliche Abgründe, die Gefahren des Dschungels und der Wahnsinn des Kriegs zerren an Willards Nerven und Verstand. Immer mehr scheint die unwirkliche Umgebung ihre geheimnisvolle Macht auszuüben. So sehenswert ist "Apocalypse Now" Bereits bei der Aufführung bei den Filmfestspielen in Cannes im Jahr 1979 begeisterte Coppola mit seinem Film. Die amerikanische Tageszeitung "New York Times" schrieb: "Der Film ist eine überwältigende Reise durch die Gesellschaft, an deren Ufern Frieden und Krieg, Recht und Unrecht, Unschuld und Korruption, Gut und Böse und schließlich die Freiheit, zwischen den Alternativen des Lebens zu wählen, liegen." Auch das Filmportal "IMDb" vergibt 8,4 von 10 Sternen und nahm den Film in seine Liste der bestbewerteten Filme auf Platz 56 auf. Die Bewertungsplattform "Rotten Tomatoes" unterstreicht die Lobeshymnen: Die Presse spricht sich mit 91 Prozent für das Kriegsdrama aus, was von 94 Prozent des Publikums bestätigt wird. Zwei Oscar-Auszeichnungen erhielt "Apocalypse Now" zudem für die beste Kameraarbeit und den besten Ton. "Apocalypse Now" läuft am Samstag, 28. Februar 2026, um 22 Uhr auf RBB . Wer das Kriegsdrama verpasst, kann es bei Magenta TV streamen. Noch kein Abonnement? Mit Magenta TV erhalten Sie Disney+, Netflix , RTL+, Apple TV, Dazn , Paramount+ und WOW zum Vorteilspreis in einem Abo . Katastrophale Dreharbeiten So grauenhaft und absurd die Darstellung im Film ist, so katastrophal erwiesen sich auch die Dreharbeiten. "Apocalypse Now" gestaltete sich zu einer desaströsen Produktion voller Extreme. Wie das Magazin "Spiegel" berichtet, begannen die Komplikationen schon weit im Vorfeld. Zahlreiche Drehbuchänderungen, fehlendes Budget und Neubesetzungen zogen den Dreh in die Länge. Ursprünglich sollte Harvey Keitel die Rolle des Militärpolizisten Willard übernehmen, doch Coppola war mit dem Ergebnis unzufrieden. Alle Szenen drehte er mit Nachfolger Martin Sheen neu. Die Strapazen am Set wirkten sich jedoch gesundheitsschädigend auf Sheen aus, der während der Produktion einen Herzinfarkt erlitt. Auch Regisseur Coppola litt aufgrund des immensen Erfolgsdrucks an einem Nervenzusammenbruch. Dagegen vertiefte sich Marlon Brando zu sehr in seine Figur Colonel Kurtz und versank in Wahnvorstellungen. In der Behind-the-Scenes-Dokumentation "Hearts of Darkness - Reise ins Herz der Finsternis" arbeitet den Dreh auf und lässt Beteiligte zu Wort kommen. In der Doku, die im Jahr 1991 erschien, sprechen die Crew- und Castmitglieder zudem von rituellen Tierschlachtungen und Alkoholgelagen vor Ort. Ein Film, vier Fassungen, unzählige Fehler Am Ende umspannte der gesamte Dreh ein Jahr. Coppola kehrte mit einem Vielfachen an ursprünglich geplantem Material zurück, sodass sich die Postproduktion ebenfalls über anderthalb Jahre hinzog, wie das Filmmagazin "schnittberichte.com" berichtet. Der Rohschnitt umfasste mehr als fünf Stunden. Über die Jahre entstanden vier verschiedene Schnittversionen, wie das Branchenmagazin "ScreenRant" erklärt. Zu diesen gehören die ursprüngliche Fassung und die Kinoversion. Im Jahr 2001 veröffentlichte Coppola die REDUX-Version, die alle entfallenen Szenen aus der Kinoversion beinhaltete. 2019 erschien schließlich der Final Cut, der auf der REDUX-Version basiert und mit weiteren Kürzungen und Erweiterungen aufwartete. Die diversen Änderungen an den Fassungen hinterließen ihre sichtbaren Spuren. Wie die Filmseite "kino.de" zeigt, soll es circa 536 Anschluss- und Inhaltsfehler in "Apocalypse Now" geben. Bei einer Produktion dieser Art, die auch nach Drehende nicht zur Ruhe kam, wundert diese Fehlerquote kaum.