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Umfrage im Norden: Post vom Statistikamt - Mikrozensus-Umfrage ist Pflicht

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Wie oft geht's in den Urlaub? Wohnen Sie zur Miete? Wie hoch ist Ihr Einkommen? Diese und weitere Fragen sind Teil einer Umfrage für den Mikrozensus - und wer einen Brief bekommt, muss mitmachen.

Wer in den nächsten Tagen und Wochen persönlich adressierte Post vom Statistikamt Nord bekommt, sollte sie auf keinen Fall wegwerfen. Denn wer so einen Brief bekommt, ist für die bundesweite Mikrozensus-Umfrage der Statistikämter ausgewählt worden. Das bedeutet auch: Mitmachen ist Pflicht. 

Aber was genau ist dieser Mikrozensus eigentlich? 

Der Mikrozensus ist eine Art kleine Bevölkerungszählung. Dafür wird jedes Jahr ein Prozent der Bevölkerung zu ihren Lebensbedingungen befragt. Das wird seit 1957 gemacht.

Wie wird ausgewählt, wer befragt wird?

Für die Befragungen werden nicht konkrete Menschen ausgewählt, sondern vielmehr die Gebäude, in denen sie wohnen. Dafür ist ganz Deutschland in Flächen mit jeweils 6 bis 12 Wohnungen eingeteilt worden. Per Zufallsverfahren wird ein Prozent dieser Flächen für die jährliche Befragung ausgewählt. Das bedeutet auch: In der Regel haben die Nachbarn das gleiche Schreiben bekommen. 

Aber warum steht dann mein Name auf dem Umschlag und warum ist er mit Hand aufgeschrieben worden?

Das liegt auch daran, dass zunächst die Gebäude/die Adressen für den Mikrozensus und nicht die Menschen ausgewählt werden. Damit können die sogenannten Erhebungsbeauftragten erst an der Adresse selbst sehen, wer gerade in dem Haus wohnt, das für die Befragung ausgewählt wurde. Den Namen auf dem Umschlag ergänzen sie deshalb handschriftlich. 

Wie viele Menschen werden jetzt also im Norden Post bekommen? 

Die Frage ist schnell beantwortet: "Gemessen an der Bevölkerungszahl wurden 13.000 Haushalte in Hamburg und 19.000 Haushalte in Schleswig-Holstein ausgewählt", sagte eine Sprecherin des Statistikamtes Nord der dpa. 

Woher weiß ich, ob das Schreiben wirklich echt ist?

"Bei Unsicherheiten können immer alle bei uns nachfragen", versichert die Behördensprecherin. Die Kollegen im Statistikamt kennen stets die aktuelle Liste der Erhebungsbeauftragten und können sofort sagen, ob der jeweilige Ansprechpartner auch wirklich für das Amt unterwegs ist. "Ansonsten könnte man auch seine Nachbarn fragen, ob sie auch so ein Schreiben bekommen haben. Das ist auch ein Hinweis auf die Echtheit." Auch bei Fragen zum Datenschutz kann das Statistikamt helfen.

Muss ich die Beauftragten in mein Zuhause lassen? 

Nein, das ist nicht nötig, wenn Sie das nicht wollen. "Man kann den Fragebogen auch alleine online ausfüllen", sagte die Amtssprecherin weiter. Empfehlen würde sie allerdings, es gemeinsam mit dem oder der Beauftragten oder auch telefonisch zu machen. "Denn die Umfrage ist nicht nur sehr lang und detailliert. Mit den Erhebungsbeauftragten geht es auch deutlich schneller."

Wie viel Zeit muss ich dafür einplanen? 

Mit dem oder der Beauftragten zusammen dauert es rund eine Stunde. Wenn man es alleine macht, sollte man mehr Zeit einplanen. 

Was wird denn überhaupt alles gefragt?

Das Statistische Bundesamt hat die Kernthemen wie folgt zusammengefasst: 

Angaben zum Haushalt (wie Haushaltsgröße) und zur Person (wie Geschlecht, Geburtsjahr, Familienstand, Staatsangehörigkeit)Erwerbstätigkeit, Beruf, ArbeitssucheKinderbetreuung, Schule, StudiumAus- und WeiterbildungLebensunterhalt, NettoeinkommenAltersvorsorgeInternetnutzungWohnsituation

Wann werden die ersten Ergebnisse veröffentlicht?

Der erste Schwung der Auswertung wird schon im Juni präsentiert. Weitere Veröffentlichungen sind für September und Dezember geplant. 

 Und wie oft muss ich jetzt Rede und Antwort stehen? 

Tatsächlich ist die Sache nicht mit einer einzigen Befragung getan. Stattdessen müssen sich die ausgewählten Haushalte auf vier Befragungen innerhalb der kommenden fünf Jahre einstellen.







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