Muriel Baumeister spricht über ihre Abhängigkeit und die Folgen für ihr Leben. Die Schauspielerin schildert, was schließlich zu ihrem Umdenken führte. Muriel Baumeister , bekannt aus Serien wie "Ein Haus in der Toscana" und "Die Spreewaldklinik", spricht offen über ihre frühere Alkoholabhängigkeit. In dem Talkformat "Wendepunkte" des Potsdamer Selbsthilfevereins SEKIZ e. V. hat die Schauspielerin auf mehrere Klinikaufenthalte und einen Vorfall zurückgeblickt, der bundesweit Schlagzeilen gemacht hatte. Schon früh spielte Alkohol in ihrem Leben eine große Rolle. Die Schauspielerin sagt in dem Interview offen: "Ich habe mein Leben lang getrunken." Was zunächst gelegentlich gewesen sei, habe sich mit der Zeit verändert. Besonders kritisch werde es, wenn man beginne, allein zu trinken und sich sorge, keinen Alkohol mehr im Haus zu haben. "Für normale Leute unvorstellbar" Im Gespräch über diese Zeit schildert sie auch extreme Trinkmengen. Baumeister erinnert sich: "Ich war mal mit Freunden unterwegs, da habe ich zehn Gin Tonic getrunken, ohne nennenswerte Auswirkungen. Für normale Leute unvorstellbar." Auch gesundheitlich hatte der Alkoholkonsum Folgen. Sie berichtet von einer dauerhaften Magenschleimhautentzündung und sagt: "Jeden Morgen habe ich mich übergeben, aber danach trotzdem direkt wieder Alkohol, meistens Weißwein, in mich reingeleert." 2016 sorgte eine Alkoholfahrt für Schlagzeilen. Im Oktober jenes Jahres war sie mit 1,4 Promille unterwegs und streifte beim Parken eine Leitplanke. Verletzt wurde niemand, doch ihre Tochter saß im Auto. Rückblickend sagt sie: "Ich habe mich normal gefühlt und das war eigentlich das Schlimme." "Menschen, die nach Aufmerksamkeit buhlen": "Dr. Stefan Frank"-Star Sigmar Solbach rechnet mit TV-Branche ab Heino über uneheliches Kind: "Meine Tochter hätte es so gewollt" "Als Frau in der Branche war es ein No-Go" Heute lebt Baumeister nach eigenen Angaben seit "fast zehn Jahren" alkoholfrei. Der entscheidende Moment, dem Alkohol abzuschwören, kam, als ihre beste Freundin, eine Ärztin, sie direkt auf ihr Verhalten ansprach. Baumeister erinnert sich: "Sie hat mich angesprochen und gesagt: 'Ich gucke mir das nicht mehr an!'" Nach zwei erfolglosen Entzügen ließ sie sich im Oktober 2017 in die geschlossene Psychiatrie der Berliner Charité einweisen. Eine Zeit, die für sie schrecklich gewesen sei, aber ihr half, das Trinken aufzugeben. Die Gefahr eines Rückfalls sei dennoch nicht ganz verschwunden. Kritisch sieht sie bis heute den Umgang der Branche mit Alkoholproblemen. Baumeister sagt: "Männer können sich zu Tode saufen – ich will jetzt keine Namen nennen –, die flechten dann werbewirksam einen Korb und dann war es das. Als Frau in der Branche war es ein No-Go."