Aufgrund fehlender Kräfte trat Malu Dreyer 2024 als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz zurück. Mit der Entscheidung geht es der ehemaligen SPD-Politikerin bestens. Dass sie nach elf Jahren an der Spitze der Landesregierung in Rheinland-Pfalz der Politik schließlich den Rücken gekehrt hat, bereut Malu Dreyer nicht. Die Entscheidung fiel damals unter anderem aufgrund ihrer Multiple-Sklerose-Erkrankung. Doch ihrem Nachfolger Alexander Schweizer vertraue sie rundum, er habe sie "nie enttäuscht", sagte die 52-Jährige jetzt im Interview mit "Bunte". Auch privat gehe es ihr bestens. Die leeren Akkus, die Dreyer vor der Amtsübergabe beklagt hatte, sind wieder aufgeladen. "Ich fühle mich wieder stark und glücklich, ich empfinde große Lebensfreude. Ich habe gar keine Entzugserscheinungen von der Macht", so die Ex-Politikerin. Dreyer begründet Rücktritt: "Akkus laden sich leider nicht mehr so schnell auf" SPD-Politikerin tritt zurück: Das ist über Malu Dreyers Privatleben bekannt Der Druck der Verantwortung habe ihr einiges abverlangt. Ihre 80-Stunden-Wochen haben ihr viel Kraft geraubt. Die kann sie inzwischen anders nutzen. "Jetzt ist der Druck weg. Ich schlafe jetzt, so lange ich will, mache viel für meine Gesundheit, gehe ins Fitnessstudio, laufe täglich 4.000 bis 5.000 Schritte. Ich bin wieder deutlich mobiler geworden. Und ich fahre ohne Helfer Bus, Auto und Bahn", erzählte Dreyer von ihrem neuen Alltag. Sie sei viel mit ihrem "Silberpfeil", einem elektrischen Dreirad, unterwegs. "Ab und an brauche ich meine Stöcke", so Dreyer. Malu Dreyer setzt auf Ayurveda-Kur Statt der Politik widmet sie sich inzwischen traditioneller Heilkunde. "Mit meinem Mann Klaus habe ich sogar eine dreiwöchige Ayurveda-Kur für Körper, Geist und Seele gemacht. Das war der ultimative Liebesbeweis, weil mein Mann Öl nicht mag", berichtete Dreyer. Generell habe sie nun endlich Zeit für die Familie. "Ich liebe es, Zeit mit meinen drei Enkelkindern zu verbringen, ins Kino zu gehen oder mich spontan zu verabreden. Das war vorher bei meinem straffen Terminkalender nicht möglich." Rückblickend bereut sie nichts. "Ich habe mein Bestes gegeben", betonte Malu Dreyer im Interview. Zurück in die Politik möchte sie nicht und steht dementsprechend auch nicht für die Wahl des Bundespräsidenten im kommenden Jahr zur Verfügung. "Ich habe nicht mein geliebtes Amt als Ministerpräsidentin abgegeben, um nach zwei Jahren wieder ein neues anzustreben. Aber eine Frau sollte es diesmal werden", sagte sie dazu.