Robert Glatzel saß beim Hamburger SV in den vergangenen vier Partien jeweils 90 Minuten auf der Bank. Nun macht er seinem Ärger Luft. Hamburgs Mittelstürmer Robert Glatzel hat seinen Unmut über die ausbleibenden Einsätze unter Trainer Merlin Polzin kundgetan. "Dass ich jetzt gar nicht mehr gespielt habe, ist für mich allerdings nicht verständlich", sagte er im Interview mit der "Hamburger Morgenpost". Nachdem der 32-Jährige Anfang Februar zweimal in der Startelf gestanden hatte, saß er in den vergangenen fünf Partien jeweils 90 Minuten auf der Bank. Zwischenzeitlich hätte er das Gespräch mit Trainer Polzin gesucht, der ihm die Entscheidung begründet hatte. Über die Inhalte wolle Glatzel jedoch nicht in der Öffentlichkeit sprechen. Er sagte lediglich: "Warum ich dann auch die nächsten Spiele nur auf der Bank saß, kann ich nicht verstehen." Seine Situation sei "maximal frustrierend." Die Begründung, dass er als klassischer Mittelstürmer nicht zur Spielidee des Trainerteams passt, könne er ebenfalls nicht nachvollziehen. "Auf der anderen Seite konnte ich bei den drei Spielen, in denen ich in der Startelf war, auch klar zeigen, dass ich der Mannschaft mit meinem Spielerprofil helfen kann", sagte Glatzel. In den drei besagten Partien erzielte der Mittelstürmer einen Treffer und bereitete einen weiteren vor. "Ich sitze nicht draußen, weil ich schlecht gespielt habe." Glatzel dankt HSV-Fans für die Unterstützung Persönlich könne er sich in der aktuellen Situation nichts vorwerfen, er würde in jedem Training und jedem Spiel vollen Einsatz zeigen. Zudem stellte er klar, dass er mit seinen Aussagen "kein Feuer legen oder mich über die Mannschaft stellen" will. Für die restliche Saison wünsche er sich, dass der Klub seine Ziele erreicht, der Klassenerhalt gelingt und er seinen Teil dazu beitragen kann. Dass der Publikumsliebling in der aktuellen Situation weiter positiv bleibe, hätte auch mit den HSV-Fans zu tun. "Es bewegt mich sehr, dass in einer nicht so leichten Situation die Unterstützung so krass da ist. Das zeigt, was es für besondere Fans es beim HSV gibt. Sie sind nicht nur in den guten Zeiten da, sondern auch, wenn man nicht so im Mittelpunkt steht." Glatzel steht noch bis zum Sommer 2027 beim HSV unter Vertrag, doch es ist mehr als fraglich, ob er diesen auch erfüllen wird. "Die letzten Wochen haben nicht für große Zuversicht gesorgt, dass sich deutlich etwas an meiner Situation ändern wird." In der aktuellen Saison kommt er zwar auf 14 Bundesliga-Einsätze (ein Tor, eine Vorlage), stand jedoch insgesamt nur 290 Minuten auf dem Feld.