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Trump: USA stimmen neuen Iran-Gesprächen auf Bitte Teherans zu

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Ungeachtet der jüngsten gegenseitigen Angriffe im Iran-Krieg sollen die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran nach den Worten von US-Präsident Donald Trump fortgesetzt werden. Die USA hätten der Bitte des Iran um neue Gespräche zugestimmt, erklärte Trump am Freitag. Ägypten und Katar riefen die USA und den Iran dazu auf, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Derweil wurde der im Iran-Krieg getötete oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, nach sechstägigen Trauerfeierlichkeiten beigesetzt.

Trump erklärte in in seinem Onlinedienst Truth Social am Freitag allerdings auch, die Waffenruhe mit Teheran sei „beendet“. Er hatte die mit dem Iran Mitte Juni vereinbarte Feuerpause bereits am Mittwoch am Rande des Nato-Gipfels in der Türkei für beendet erklärt.

Die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran waren Mitte der Woche wieder aufgeflammt. Die US-Armee griff in den Nächten zum Mittwoch und Donnerstag nach eigenen Angaben zahlreiche militärische Ziele im Iran an. Die iranischen Streitkräfte beschossen daraufhin wieder US-Stützpunkte in Kuwait, Katar und Bahrain. Trump bezeichnete die US-Angriffe als Vergeltung für vorangegangene iranische Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormus.

Es waren die heftigsten Kämpfe seit der Unterzeichnung des US-iranischen Rahmenabkommens am 17. Juni über ein Ende des Krieges, seither hatte vorübergehend relative Ruhe in dem Konflikt geherrscht. Die USA und Israel hatten mit gemeinsamen Luftangriffen am 28. Februar den Iran-Krieg ausgelöst. In dessen Folge wurden immer wieder Länder der Region, in denen US-Truppen stationiert sind, vom Iran angegriffen.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Freitag, dass eine Delegation aus dem Vermittlerland Katar im Iran eingetroffen sei. Damit wolle Katar seine Vermittlerrolle in dem Konflikt stärken, hieß es. Das Emirat hatte dem Iran am Dienstag den Angriff auf einen Flüssiggastanker in der Straße von Hormus vorgeworfen, bei dem auch zwei weitere Schiffe getroffen wurden. 

Am Freitag forderten Katar und Ägypten den Iran und die USA auf, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Ägyptens Außenminister Badr Abdelatti und Katars Regierungschef Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani - der zugleich Außenminister des Golfemirats ist - hätten in einem Telefonat „alle Parteien“ dazu aufgerufen, „der Sprache der Diplomatie und des Dialogs Vorrang einzuräumen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, erklärte das ägyptische Außenministerium.

Der Iran drohte unterdessen mit Luftangriffen auf Israel, sollten iranische Infrastrukturanlagen erneut unter Beschuss kommen. Für jeden Angriff auf die Infrastruktur werde es „Vergeltung geben“, warnte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Donnerstag gesagt, Israel sei bereit, seine Militäreinsätze gegen den Iran bei Bedarf wieder aufzunehmen - und zwar mit „noch größerer Härte“ als zuvor.

In der iranischen Stadt Maschhad wurde am Freitag der oberste Führer Chamenei beigesetzt. Sein Leichnam befinde sich nun im Mausoleum des Imams Resa, berichtete das Staatsfernsehen am Morgen. Chameneis Sohn und Nachfolger, Modschtaba Chamenei, nahm offenbar nicht an der Zeremonie mit Vertretern der Staatsführung teil. Vorausgegangen waren sechstägige Trauerfeierlichkeiten.

Ayatollah Ali Chamenei hatte seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden. Er wurde am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar bei einem Luftangriff auf seine Residenz in Teheran getötet. Sein Sohn Modschtaba Chamenei wurde iranischen Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt. Er wurde später zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen, seither aber nicht in der Öffentlichkeit gesehen.

Auch auf den Fernsehbildern von der Beisetzung war Modschtaba Chamenei nicht zu sehen. Gezeigt wurden hingegen Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, der auch Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA ist, sowie der einflussreiche Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei und der älteste Sohn des getöteten Ali Chamenei, Mostafa Chamenei. Einige ranghohe Vertreter der Staatsführung waren weinend am Sarg zu sehen.

Maschhad war die Heimatstadt von Ayatollah Ali Chamenei. Das Mausoleum des Imams Resa ist das wichtigste schiitische Heiligtum im Iran.







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