Die Abgeordneten im Deutschen Bundestag haben für 2026 die Erhöhung der Diäten ausgesetzt. Damit fällt auch die Pensionserhöhung ehemaliger Abgeordneter aus. Als im Bundestag am letzten Tag vor der parlamentarischen Sommerpause die Abgeordneten die Diätenerhöhung für 2026 aussetzten , haben sie zeitgleich die Pensionen eingefroren. Damit verzichten auch ehemalige Bundestagsabgeordnete, die im Ruhestand sind, in diesem Jahr auf die jährliche Anpassung ihrer Ruhegehälter. Normalerweise wird die Höhe der Abgeordnetendiäten jedes Jahr automatisch an die Lohnentwicklung im Land angepasst. Grundlage dafür ist die Entwicklung des Nominallohnindex, den das Statistische Bundesamt ermittelt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage haben die Parlamentarier diesen Automatismus dieses Jahr ausgesetzt, die Abgeordneten verzichten auf eine Erhöhung von rund 500 Euro im Monat. Das monatliche Gehalt bleibt bei 11.833,47 Euro. 2027 sollen die Bundestagsabgeordneten wieder zurück zur automatischen Erhöhung kehren, wie es in dem Beschluss dazu heißt. Diese Pension können Bundestagsabgeordnete in Rente bekommen Die Pensionen richten sich nach der Höhe der Abgeordnetenentschädigung, auch die ehemaligen Parlamentarier und deren Hinterbliebene bekommen dieses Jahr daher keine Rentenerhöhung . Wie es in §20 des Abgeordnetengesetzes heißt, beträgt die Pension pro Jahr der Mitgliedschaft 2,5 Prozent des Abgeordnetengehalts, bis maximal 65 Prozent. 2026 liegen die Pensionen demnach je nach Anzahl der Jahre im Bundestag bei folgender Höhe: Jahre im Bundestag Anteil des Abgeordnetengehalts Höhe der mtl. Pension 2026 1 2,5 % 295,84 Euro 2 5 % 591,67 Euro 3 7,5 % 887,51 Euro 4 10 % 1.183,35 Euro 5 12,5 % 1.479,18 Euro 6 15 % 1.775,02 Euro 7 17,5 % 2.070,85 Euro 8 20 % 2.366,70 Euro 9 22,5 % 2.662,53 Euro 10 25 % 2.958,37 Euro 11 27,5 % 3.254,20 Euro 12 30 % 3.550,04 Euro 13 32,5 % 3.845,88 Euro 14 35 % 4.141,71 Euro 15 37,5 % 4.437,55 Euro 16 40 % 4.733,39 Euro 17 42,5 % 5.029,22 Euro 18 45 % 5.325,06 Euro 19 47,5 % 5.620,90 Euro 20 50 % 5.916,74 Euro 21 52,5 % 6.212,57 Euro 22 55 % 6.508,40 Euro 23 57,5 % 6.804,25 Euro 24 60 % 7.100,08 Euro 25 62,5 % 7.395,91 Euro 26 oder mehr 65 % 7.691,76 Euro Zu bedenken ist, dass viele Abgeordnete immer für vier Jahre gewählt werden – es also eher selten vorkommt, dass ein pensionierter Abgeordneter nur auf ein Jahr Mitgliedschaft kommt. Wahrscheinlicher ist es, dass sie Ansprüche in Vierjahresschritten erwerben. Abgeordnete zahlen künftig in die Rente ein Anfang Juni hatte die Linksfraktion im Bundestag die Pensionsregelung für Abgeordnete kritisiert. Nach Berechnungen des Wissenschaftlichen Dienstes im Auftrag der Linken erwerben Bundestagsabgeordnete in vier Jahren ähnlich hohe Ansprüche auf Ruhegehälter wie ein normaler Beschäftigter im Durchschnitt innerhalb von 28 Jahren. "Die Abgeordnetendiät und die Altersentschädigung für Abgeordnete bewegen sich auf einem Niveau, das rein gar nichts mit der Lebensrealität der meisten Menschen in diesem Land zu tun hat", sagte die rentenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sarah Vollath, damals dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie forderte Änderungen an dem System und dass Abgeordnete in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Tatsächlich beabsichtigt die Bundesregierung genau dies umzusetzen: Wie von der Rentenkommission empfohlen sollen künftige Abgeordnete eine gesetzliche Rente erhalten, statt einer Pension, die sich an den Abgeordnetendiäten orientiert. Dies soll Teil der großen Rentenreform sein, die die Koalition bis Ende des Jahres erarbeiten will.