Jörg Knör: Comedy-Star beendet seine Karriere nach über 50 Jahren
Jahrzehntelang stand Jörg Knör auf der Bühne und parodierte die Großen der Republik. Nun hat er seinen Abschied angekündigt – und nennt einen persönlichen Grund. Über 50 Jahre stand Jörg Knör auf der Bühne, parodierte Helmut Kohl, Udo Lindenberg und Karl Lagerfeld und füllte mit seiner ZDF-Samstagabendshow Millionen Wohnzimmer. Nun hat der 67-Jährige sein Karriereende angekündigt. Im Gespräch mit der "Bild" begründete Knör seine Entscheidung: "Ich erlebe nichts Neues mehr, wenn ich weitermache, ich gehe auf die Bühne und langweile mich ein wenig über mich selbst." Sein letzter Auftritt ist für den 28. Dezember 2026 in der Empore in Buchholz in Niedersachsen geplant und soll Teil seiner Abschiedstournee "SIMPLY MY BEST! – Das große Finale" sein. "In der Sanduhr ist nicht mehr so viel Sand" Den Abschied empfindet Knör nach eigenen Worten nicht als Niederlage, sondern als Erleichterung. Das frühere Künstlerleben fühle sich für ihn an "wie ein zu enger Anzug, der zur Altkleidersammlung muss". Sein Fazit nach Jahrzehnten auf der Bühne: "In der Sanduhr ist nicht mehr so viel Sand." Auch die Promi-Parodie als solche habe sich überholt und "kann jetzt mal weg von der Speisekarte". Das letzte Lebensdrittel will Knör seiner dritten Ehefrau Kerstin Goeritz widmen, mit der er seit 2014 verheiratet ist. Die 61-Jährige und er planen schlicht, "gut gelaunt gemeinsam zu verwelken". Untätig wird Knör dabei nicht sein: Statt Parodien stehen künftig persönliche Projekte im Mittelpunkt, darunter eine Autobiografie und seine Arbeit als Zeichner, die er unter dem Begriff "Knörikaturen" betreibt. "Wenn mir das Geld ausgeht, komme ich wieder": Schlagerstar kündigt Karriereende an Knörs Karriere begann früh: 1975 trat er im Alter von 15 Jahren als Kandidat in Rudi Carrells Show "Am laufenden Band" auf. Nur zwei Jahre später wurde er beim WDR mit 17 Jahren zum jüngsten Fernsehansager Europas. Den Durchbruch erzielte er 1981 über den "ARD-Talentschuppen". In den 1990er-Jahren erreichte seine Karriere mit der eigenen Samstagabendshow "Die Jörg Knör Show" im ZDF ihren Höhepunkt. Bis zu acht Millionen Zuschauer schalteten damals ein. Später war er unter anderem im Sat.1-Format "Talk im Tudio" zu sehen. Als Synchronsprecher übernahm er nach dem Tod von Loriot die Stimmen der Zeichentrickfiguren Wum und Wendelin in der ZDF-Sendung "Der Große Preis". 2022 war er bei "Promi Big Brother" zu sehen.
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