Nach Trumps Drohungen: EU will Investitionen in Grönland aufstocken
Unter dem Eis auf Grönland schlummern zahlreiche Bodenschätze. Jetzt plant die EU, Investitionen dort auszuweiten. Es ist auch ein Signal an die USA.
Die Europäische Union will ihre Investitionen in Grönland deutlich ausweiten und damit ein Zeichen gegen die Annexionspläne von US-Präsident Donald Trump setzen. Das kündigt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen EU-Kreisen zufolge am Montag bei einem Besuch in dem dänischen Autonomiegebiet an. Außerdem will sie entsprechende Pläne für Bereiche wie kritische Mineralien, Satellitenkommunikation und erneuerbare Energien vorstellen.
Das Finanzpaket werde einen erheblichen Umfang haben, sagte von der Leyen am Sonntag in der Hauptstadt Nuuk. Der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen erklärte, sein Land wolle auf der engen Freundschaft und guten Partnerschaft mit der EU aufbauen. Von der Leyen traf am Sonntag zu einem zweitägigen Besuch in Grönland ein, um ihre Unterstützung für die Regierungen Grönlands und Dänemarks zu bekunden.
Grönlands Bodenschätze werden leichter zugänglich
Der Besuch unterstreicht die wachsende geopolitische Bedeutung der Arktis, deren Bodenschätze durch das schmelzende Eis und neue Schifffahrtsrouten leichter zugänglich werden. Trump hatte in diesem Jahr eine Krise innerhalb der Nato ausgelöst, als er die Kontrolle der USA über die größte Insel der Welt forderte. Er argumentierte, das Nato-Mitglied Dänemark könne Grönland nicht verteidigen. Die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk wiesen die Forderungen entschieden zurück, Trump bekräftigte seinen Anspruch jedoch im Juli bei einem Nato-Gipfel in der Türkei erneut.
Die EU, aus der Grönland 1985 ausgetreten war, stellt Grönland seit Langem Finanzmittel zur Verfügung, hauptsächlich zur Finanzierung von Fischereirechten und zur Unterstützung des Bildungssystems. Das nun von Ursula von der Leyen angekündigte Paket wird laut EU-Vertretern nicht nur eine erhebliche Aufstockung der Mittel bedeuten, sondern auch eine Ausweitung der Sektoren, die EU-Gelder erhalten sollen.
Die EU, aus der Grönland 1985 ausgetreten war, stellt Grönland seit Langem Finanzmittel zur Verfügung, hauptsächlich zur Finanzierung von Fischereirechten und zur Unterstützung des Bildungssystems. Das nun von Ursula von der Leyen angekündigte Paket wird laut EU-Vertretern nicht nur eine erhebliche Aufstockung der Mittel bedeuten, sondern auch eine Ausweitung der Sektoren, die EU-Gelder erhalten sollen.
