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Uhren gehen anders: An diesem Datum ist wieder Zeitumstellung – von Sommer- auf Winterzeit

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Mit dem Ende des Sommers naht auch die Zeitumstellung. Wann es so weit ist und wie man sich merkt, in welche Richtung die Uhr gestellt wird, zeigt unser Überblick.

Noch hat der Herbst nicht begonnen, aber die kühle, dunklere Jahreszeit kündigt sich schon an. Und dann müssen wir auch schon bald wieder die Uhr umstellen, oder? 

Wann aber ist die Zeitumstellung und warum drehen wir überhaupt an der Uhr? Muss der Zeiger vor- oder zurück gestellt werden, und wie merkt man sich das? Gibt es Strategien gegen den Jetlag, und hat das Umstellen der Uhren überhaupt Vorteile? Hier ein paar Fakten zur Zeitumstellung.

Wann ist die nächste Zeitumstellung?

Bis dahin ist tatsächlich noch etwas Zeit: Das nächste Mal stellen wir die Uhr am letzten Oktoberwochenende um. In den frühen Morgenstunden des 25. Oktober 2026 werden die Uhren von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgedreht. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten anderen Ländern Europas auch. Ausnahmen sind Island, wo es keine Zeitumstellung gibt. Und auch Russland und Belarus wird nicht an den Uhren gedreht. Russland hatte die Sommerzeit bereits 2014 abgeschafft.

Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt? So merkt man sich das

Am letzten Oktoberwochenende werden die Uhren zurückgestellt, der Tag verlängert sich also. Wir bekommen eine Stunde geschenkt. Heutzutage, im digitalen Zeitalter, geht die Umstellung ohnehin meist automatisch. Bei den Mobiltelefonen etwa springt die Zeit von selbst um.

Trotzdem sollte man wissen, ob man länger im Bett liegen bleiben darf oder ob einem eine Stunde „geklaut“ wird. Und dafür gibt es ein paar praktische Merksätze, wie diesen hier:

Gartenmöbel stellt man im Frühling vor die Tür. Im Herbst kommen sie zurück in den Schuppen oder die Garage. Oder man merkt es sich mit den Temperaturen, was allerdings nicht ganz so eingängig ist wie der Spruch mit den Gartenmöbeln: Im Winter gehen die Temperaturen ins Minus, im Sommer liegen sie im Plus.

Sollte die Zeitumstellung in der EU nicht längst abgeschafft werden?

Ja, das stimmt. Bereits 2018 hatten Millionen von Europäern abgestimmt – und sich mit großer Mehrheit für ein Ende der Zeitumstellung entschieden. Geändert wurde trotzdem nichts – nämlich, weil sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) sich nicht einig werden konnten, welche Zeit künftig dauerhaft gelten soll. 

Das liegt auch an der recht großen geografischen Ausdehnung der Staatengemeinschaft. Für die Länder im Osten der EU wäre eine permanente Sommerzeit günstiger, die Staaten im Westen tendieren eher zu einer dauerhaften Winterzeit, was mit dem Sonnenaufgang und -Untergang in den Regionen zusammenhängt.

Seit wann gibt es Sommer- und Winterzeit bei uns?

Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern: Seit 1980 werden die Uhren in Deutschland im März vor- und im Oktober zurückgestellt. Diese Praxis geht auf eine Regelung in der Europäischen Union zurück, mit der man sich Vorteile für den Binnenmarkt erhoffte. Denn eine effizientere Ausnutzung des Tageslichtes sollte Energie sparen und die Wirtschaft in Europa ankurbeln. Allerdings blieb dieser Effekt aus oder ist zumindest nicht wirklich zu beziffern, wie in den Jahrzehnten danach immer wieder berichtet wurde.

Die Idee, dass das Drehen an der Uhr potenziell Energie spart, ist übrigens schon wesentlich älter: Schon, 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, stellte unter anderem das Deutsche Reich in den helleren Monaten auf Sommerzeit um: Eine bessere Ausnutzung des Tageslichts sollte Rohstoffe schonen.

Aber zurück in unsere heutige Zeit Innerhalb der EU wurde die Zeitumstellung erst 1996 synchronisiert: Erst seit jenem Jahr stellen alle Mitgliedsstaaten jeweils in derselben Nacht die Uhren um. Auch Großbritannien ist noch dabei: Der Austritt aus der EU mit dem Brexit änderte an dieser Praxis nichts.

Was sind die Vorteile der Zeitumstellung?

Manche Menschen würden auf diese Frage vielleicht sagen: „Es gibt keine.“ Doch die Beurteilung ist natürlich individuell. Manch einer liebt die extrem langen, hellen Sommerabende, vor allem im Norden Deutschlands und Europas. Die Tage fühlen sich sehr lang an – man kann auch Stunden nach Feierabend noch draußen sitzen, das Tageslicht genießen – oder in der Außengastronomie seiner Lieblingskneipe Speisen und Getränke genießen.

Und welche Nachteile gibt es?

Viele Menschen empfinden die Umstellung auf die Sommerzeit als unangenehm, weil ihnen plötzlich eine Stunde fehlt: Das frühere Aufstehen macht müde, und manchmal dauert es ein paar Tage, bis man endlich in den richtigen Rhythmus findet. 

Und ein paar Monate später, wenn wieder auf Winterzeit geändert wird, kommt der Einbruch der Dunkelheit plötzlich eine ganze Stunde früher. Man spricht auch von einem „abrupten Sprung“: Plötzlich ist es schon recht früh am Nachmittag schon ziemlich düster.

Wie schützt man sich gegen den „Mini-Jetlag“?

Zwar geht es nur um eine Stunde, aber auch diese kann den Biorhythmus ordentlich durcheinanderbringen. Müdigkeit über mehrere Tage kann die Folge sein, wenn die Uhren umgestellt werden. Doch es gibt ein paar Tricks dagegen:

Zur Vorbereitung auf die Zeitumstellung empfehlen Krankenkassen beispielsweise, die Schlaf- und Aufwachzeiten Schritt für Schritt anzupassen. So sei es beispielsweise ratsam, in den Tagen vor der Umstellung im Frühjahr täglich etwa eine Viertelstunde früher zu Bett zu gehen, um behutsam in die neue Routine zu kommen. 

Im Herbst sollte man dann die Prozedur umdrehen, also in den Tagen vor Beginn der Winterzeit immer ein bisschen später ins Bett gehen.

Ist man trotzdem müde, am besten auf den Mittagsschlaf verzichten – so ist man abends so richtig schön erschöpft und überwindet dann auch den „Mini-Jetlag“ umso leichter. Und um morgens wach zu werden, sollte man gleich raus, Tageslicht tanken. 

Bewegung an der frischen Luft hilft ebenfalls. Aber das gilt ja auch eigentlich grundsätzlich – egal, ob wir gerade Winterzeit haben oder Sommerzeit.

Quellen: Stuttgarter Zeitung, Tagesschau, MDR, ZDF Heute, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gov.uk, Südkurier, RND, Helios Gesundheit, Techniker-Krankenkasse







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