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Сентябрь
2026

FC Bayern: Rummenigge-Attacke auf Hoeneß und Hainer – das steckt dahinter

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Karl-Heinz Rummenigge löst mit einem brisanten Interview ein Beben beim FC Bayern aus. Er rüffelt dabei auch Uli Hoeneß und Präsident Herbert Hainer. So ruhig und harmonisch, wie es aktuell beim FC Bayern zugeht, war es in den turbulenten vergangenen Jahren schon lange nicht mehr. Von Sommertheater oder gar dem "FC Hollywood" ist beim Rekordmeister momentan eigentlich keine Spur. Nachdem sich die Nationalspieler in die neue dreiwöchige XXL-Länderspielpause verabschiedeten, haben die Verantwortlichen nun erst mal ein wenig Zeit zum Durchatmen. Der Fokus der Öffentlichkeit liegt derzeit schließlich nahezu komplett auf der deutschen Nationalelf und den ersten Spielen von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp . Pro & Contra zum XXL-Kader: Sogar Kimmich ist von Klopp irritiert Ex-Bayern-Star in Vancouver: Müller trifft Zukunftsentscheidung Auf den ersten Blick scheinen sich die Dinge bei Bayern aus interner Sicht also momentan nahezu auf einen Idealzustand zuzubewegen. Doch der Schein trügt. Das machte der ehemalige Vorstandschef und aktuelle Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview mit der Münchner "Abendzeitung" unmissverständlich deutlich. Rummenigge löst Bayern-Beben aus Inmitten des ganzen öffentlichen Trubels um Klopp schlug das extern zwar noch nicht allzu hohe Wellen. Intern und im Münchner Umfeld löste Rummenigge damit aber mächtig Unruhe aus. Warum? Weil er darin erstens bestätigte, dass er Sportvorstand Max Eberl , über dessen Vertragsverlängerung der Aufsichtsrat Ende August abgestimmt hatte, als Einziger seine Stimme verweigerte. Und zweitens auch noch Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Herbert Hainer für ihre Vorgehensweise in der Causa Eberl kritisierte. Er habe lange darüber nachgedacht, "ob ich bei der Verlängerung mit Max mit 'Nein' stimmen soll", sagte Rummenigge. Erst im Verlauf der Sitzung habe er sich dann für die Enthaltung entschieden. Wie zu vernehmen ist, soll vor allem Aufsichtsratschef und Präsident Hainer dabei erfolgreich auf Rummenigge eingewirkt und die Gegenstimme letztlich doch noch verhindert haben. Das gelang, obwohl Rummenigge das Vorgehen von Hainer und dem gesamten Aufsichtsrat im Umgang mit der Personalie Eberl deutlich missfiel. Rummenigge "irritierte", wie er sagte, dabei vor allem, dass der Eindruck entstanden sei, der Präsidialausschuss habe die Vertragsverlängerung bereits im Vorfeld quasi entschieden. Und habe diesen Beschluss dann bei der Sitzung nur noch an die übrigen vier Mitglieder des Aufsichtsrats weitergeben wollen. Damit sprach er Hoeneß und Hainer zwar nicht namentlich an, zielte aber mit seiner Kritik trotzdem ganz klar genau auf die beiden, die dem genannten Gremium neben Vertretern der Bayern-Anteilseigner Adidas, Audi und Allianz angehören. Rummenigge rüffelt Hoeneß Dass sich der Präsidialausschuss für eine Eberl-Verlängerung ausgesprochen hatte, war bereits vor der Aufsichtsratssitzung an die Öffentlichkeit gelangt. Außerdem hatte sich Hoeneß bereits Anfang August am Rande des Tegernsee-Trainingslagers der Bayern dazu hinreißen lassen, Eberls Chancen auf eine Vertragsverlängerung auf 100 Prozent zu beziffern. Vor zwei Wochen gab Hoeneß bei einer Veranstaltung der Bayern-Basketballer zu: "Da habe ich genug Ärger gehabt intern mit meinen 100 Prozent." Rummenigge, der die Geschicke des Klubs gemeinsam mit Hoeneß über Jahrzehnte bestimmt hat, ist ohnehin wohl die einzige Person, die überhaupt in der Position ist, Hoeneß einen solchen Rüffel zu erteilen. Spätestens nach Rummenigges Interview ist nun aber auch endgültig klar, von wem genau der Klub-Patron den Ärger bekam. Denn Rummenigge ließ auch das zwischen den Zeilen klar erkennen. Vor allem die Art und Weise, wie es publik gemacht wurde, sei nicht in Ordnung gewesen, merkte der 71-Jährige an. "Das habe ich den Beteiligten aber auch mitgeteilt – ich bin ein Freund von offenem Visier." Für Rummenigge war es wichtig, seine Entscheidung unabhängig zu treffen. Und sich nicht, wie er es formulierte, "durch eine vorherige Empfehlung präjudizieren" zu lassen. Wie t-online aus engsten Klubkreisen erfuhr, dominierte in dem Gremium, dem sich Rummenigge am Tag der Abstimmung nur virtuell aus seinem Sylt-Urlaub zuschaltete, insgesamt eine eindeutige Stimmung pro Eberl. Der Tenor, der zu vernehmen ist, lautet folgendermaßen: Der Rückhalt im Aufsichtsrat für Eberl sei eben so, dass diese Entscheidung genauso getroffen wurde. Darum verweigerte Rummenigge Eberl seine Stimme Rummenigge verriet aber auch konkret, warum er Eberls Arbeit offenbar deutlich kritischer als die meisten seiner Kollegen im Aufsichtsrat sieht. Dabei verwies dabei er auf das vergangene Sommertransferfenster und die Verkaufskandidaten João Palhinha, Sacha Boey, Bryan Zaragoza und Alexander Nübel . "Zusammen hatten wir ein Paket erwartet, das zwischen 60 und 70 Millionen Euro bringen sollte", führte Rummenigge aus. "Am Ende hat es 20 Millionen gebracht." Damit meint Rummenigge wohl die beiden Verkäufe von João Palhinha und Alexander Nübel. Palhinha, vor zwei Jahren für über 50 Millionen Euro verpflichtet, wurde nun für lediglich 14 Millionen Euro an Benfica Lissabon wieder abgegeben. Nübel wurde für 6,25 Millionen Euro an Benfica Lissabon verkauft. Auf Sacha Boey und Bryan Zaragoza, der zumindest mit einer Kaufoption an Espanyol Barcelona verliehen werden konnte, blieben die Bayern dagegen auch in diesem Sommer erneut sitzen. Hoeneß und Rummenigge widersprechen einander Aufsichtsratskollege Hoeneß hatte Eberl nach den frühen Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari, die beide jeweils für 55 Millionen Euro geholt worden waren, dagegen zuletzt trotzdem noch eine "perfekte Transferperiode" bescheinigt. Hoeneß rechnete dabei andere Zahlen vor: "Ich denke, dass wir nur 30 Millionen investiert haben, weil durch Verkäufe fast 70 Millionen hereingekommen sind." Wie kommt es nun also zu dieser unterschiedlichen Wahrnehmung der beiden langjährigen Bayern-Bosse? Auch Rummenigge kennt natürlich die Verkaufssumme von insgesamt 70 Millionen Euro. Nur rechnet er den größten Anteil daran eben nicht Eberls Verdiensten zu. "Gerettet haben uns dann die Verkäufe der jungen Spieler, unter anderem von Aséko, Ibrahimović und Kusi-Asare", sagte Rummenigge und erklärte: "Das war in erster Linie der Verdienst von Jochen (Campus-Boss Sauer; Anm. d. Red. ) und Christoph (Sportdirektor Freund; Anm. d. Red. ). Sie sind absolute Fachleute auf dem Gebiet und kümmern sich täglich um den Campus." Auch wenn Rummenigge sich bei der Abstimmung über Eberls Zukunft letztlich nur enthielt und nicht dagegen stimmte, setzte er damit trotzdem ein deutliches Zeichen – an Eberl direkt, aber genauso in Richtung Hoeneß und Hainer.






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