Nach Jahren der Mittelmäßigkeit ist der FC Arsenal im Mai nach mehr als zwei Jahrzehnten englischer Meister geworden. Großen Anteil daran hat der Trainer. Welche Bedeutung Mikel Arteta beim FC Arsenal genießt, zeigt sich in seiner Vertragsverlängerung. Nach dem Gewinn der Premier League verlängerte der 44-Jährige seinen Vertrag vorzeitig bis 2030. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2019 hat der Spanier den Klub zudem in vielerlei Hinsicht geprägt und nachhaltig verändert. Damit fing der Coach schon an seinem ersten Tag am 22. Dezember 2019 an. "Ich habe das Büro komplett verwüstet und alles auf den Boden geworfen – die Computer, die Laptops, die Kabel. Dann habe ich alle reingeholt", sagte Arteta im Interview mit "The Athletic". Danach forderte er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu auf, innerhalb von zwei Minuten alles wieder aufzuräumen. DFB-Frauen: Wer erhebt Anspruch auf das Erbe? Zwangspause: Thomas Müller fällt verletzt aus "Ich kam zwei Minuten später zurück, und alles war makellos. Alle waren still, hatten die Augen offen und waren bereit zuzuhören. Ich sagte: 'Was immer wir erreichen wollen, wir müssen es gemeinsam tun'", so der Coach, der eine klare Mission bei dem englischen Klub hatte: Den Verein heraus aus der Mittelmäßigkeit des englischen Fußballs führen hin zu dem Spitzenteam, das es einmal war. Durch seine Art versuche er, die Menschen mitzureißen und zu Höchstleistungen anzuspornen. Doch den Weg zum Erfolg pflastern auch einige herbe Niederlagen. Nur kurz nach dem Gewinn der Premier League verlor Arteta mit den Londonern das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain (3:4 nach Elfmeterschießen). "Ich habe die Narbe immer noch. Ich habe dieses Gift immer noch in meinen Adern", so Arteta rund vier Monate nach dem verlorenen Endspiel.