Ein fehlender zweiter Vorname, ein falscher Bindestrich – und schon schlägt das System Alarm. Warum viele die Warnhinweise ignorieren und was Verbraucherschützer jetzt fordern. Kundinnen und Kunden, die regelmäßig Online-Überweisungen tätigen, kennen die Warnhinweise: Stimmt der eingegebene Empfängername nicht exakt mit dem beim Konto hinterlegten Namen überein, schlägt das System Alarm. Doch nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sind die seit Oktober 2025 vorgeschriebenen Warnungen nicht zielsicher genug, weil lediglich die exakte Zeichenfolge abgeglichen werde. Das führe zu einer großen Menge von Fehlalarmen, wenn etwa ein zweiter Vorname fehlt oder ein Bindestrich falsch gesetzt ist. Die Verbraucherschützer warnen vor einer möglichen Abstumpfung der Kundinnen und Kunden: "Wer immer wieder Fehlalarme erhält, klickt Warnhinweise irgendwann einfach weg. Diese Art der Aufklärung reicht nicht", sagt die Team-Leiterin Finanzmarkt, Dorothea Mohn. Die Folge des vorschnellen Wegklickens: Der Überweisende übernimmt die volle Haftung, wenn bei der Überweisung etwas schiefgeht. Hinweise kommen häufig Laut einer repräsentativen Forsa-Onlinebefragung sind die Warnhinweise bei SEPA-Überweisungen durchaus häufig. Von den Verbrauchern, die in den vergangenen sechs Monaten mindestens einmal einen Warnhinweis erhalten haben, bekommt die Mehrheit (58 Prozent) solche Hinweise bei etwa jeder vierten Überweisung oder häufiger. Bei der Umfrage berichten einzelne Nutzer auch von positiven Erfahrungen. So wurden etwa veraltete Bankverbindungen oder Fehler durch die Foto-Erfassung einer Rechnung entdeckt. Für andere bedeutet der buchstabengetreue Vergleich hingegen "mehr Last als Schutz", wie es die Bundeszentrale formuliert. "Es kommt bei kleinsten Abweichungen die rote Ampel und der Verbraucher ist auf sich alleine gestellt", beschwert sich beispielsweise jemand aus Rheinland-Pfalz. Andere berichten, dass sie die allzu häufigen Warnmeldungen nun einfach ignorierten. Konkreter Vorschlag Gut neun von zehn der Online-Banking-Nutzenden (91 Prozent) bewerten die Empfängerüberprüfung zwar grundsätzlich positiv. Gleichzeitig hält gut jeder Vierte (27 Prozent) die derzeitige Umsetzung für schlecht. Wenn die Kunden die Warnungen routinemäßig übergingen, sei die Schutzwirkung gefährdet, warnt der vzbv. Die Überprüfung müsse wirksam vor Betrug schützen, statt die Verbraucher mit unnötigen Warnmeldungen zu belasten. Konkreter Vorschlag: Systeme sollten den richtigen Empfänger oder die richtige Empfängerin auch dann erkennen können, wenn etwa Vor- und Nachname vertauscht sind, der zweite Vorname fehlt oder Sonderzeichen und Bindestriche abweichen.
103news.net – это самые свежие новости из регионов и со всего мира в прямом эфире 24 часа в сутки 7 дней в неделю на всех языках мира без цензуры и предвзятости редактора. Не новости делают нас, а мы – делаем новости. Наши новости опубликованы живыми людьми в формате онлайн. Вы всегда можете добавить свои новости сиюминутно – здесь и прочитать их тут же и – сейчас в России, в Украине и в мире по темам в режиме 24/7 ежесекундно. А теперь ещё - регионы, Крым, Москва и Россия.
103news.com — международная интерактивная информационная сеть (ежеминутные новости с ежедневным интелектуальным архивом). Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. "103 Новости" — абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию.
Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам объективный срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть — онлайн (с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии).
103news.com — живые новости в прямом эфире!
В любую минуту Вы можете добавить свою новость мгновенно — здесь.